Tuesday, August 9, 2016

Book reviews August // Buch-Reviews August


Dear Joanne,

I heard your theatre play is a great success - even without going to the theatre. Sounds like something I would enjoy!

Instead I pottered (harhar) at other literature the last few weeks. Take a look, maybe you find something for you as well:

Sergio Bambaren - The Dolphin, Story of a Dreamer
A really nice children's and youth book, that's already read after a one-hour drive to work, but nevertheless it tells the beautiful moral of chasing ones dreams even if everyone else is laughing in a dolphin fable (I love dolphins more than anything!). I'm very liable to this topic anyhow, therefore this book had an easy job of it. I would definitely read this to my child someday.





Hans Janotta - Tretminen-Management
Sorry this one is not available in English...

Meike Winnemuth - Das große Los (Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr)
...and same goes for my favourite book of all three. The perfect book for everyone who likes to travel, wants to see the world and dares to chase his dreams. And for everyone who speaks German... :)

Naoshi Komi - Nisekoi
Definitely with more pictures and more weight (if you want to take all the volumes at least) is the manga series Nisekoi, which finished just yesterday. The story follows the son of a Yakuza boss, who starts a fake relationship with the daughter of a gangster boss to protect the town from a gang war. In nearly 230 chapters we read through a back and forth of a lovestory with consistently new female characters, who of course all fall in love with the innocent protagonist (the genre isn't named Harem for nothing...). The story was stretched way too much, but it has likeable characters and some really great exaggerated face drawings, which will make you laugh.

I will eventually also read your new book, promise!

Best regards,
Thomas



Liebe Joanne,

ich habe gehört, dein Theaterstück ist ein voller Erfolg - auch ohne ins Theater zu gehen. Das klingt ganz nach etwas für mich!

Stattdessen habe ich mich die letzten Wochen aber mit anderer Literatur beschäftigt. Schau doch mal, vielleicht ist ja auch was für dich dabei:

Sergio Bambaren - Der träumende Delphin (Eine magische Reise zu dir selbst)
Ein echtes schönes Kinder- und Jugendbuch, das zwar bereits nach einer einstündigen Fahrt zur Arbeit durchgelesen ist, dafür aber in einer Delfin-Fabel (ich liebe Delfine über alles!) wunderbar die Moral vermittelt, seinen Träumen nachzujagen, auch wenn alle anderen lachen. Ich bin sowieso sehr anfällig für dieses Thema, daher hatte das Buch leichtes Spiel bei mir. Würde ich definitiv mal meinem Kind vorlesen.




Hans Janotta - Tretminen-Management
Ich konnte mich in den letzten Monaten ja für Network Marketing begeistern - bzw. viel mehr wurde ich dafür begeistert (so funktioniert das Business schließlich). Und weil es wirklich ein spannendes Feld ist, habe ich mich auch gleich mit entsprechender Fachliteratur eingedeckt. Das hier ist allerdings das erste miese Buch zu dem Thema, das mir untergekommen ist - und das, obwohl es fast das Dreifache von den anderen gekostet hat. Anfänglich war ich zwar sehr von Herrn Janotta angetan, weil er wirklich ehrlich über das Business schreibt und speziell über den ganzen "Euphorie-Halligalli", der im Network Marketing gang und gäbe ist, im Grunde aber totaler Schwachsinn, der zu nichts führt. Alles in allem hat mir das Buch aber keine neuen Erkenntnisse und auch sonst nichts Sinnvolles gegeben - außer Janottas Eigenwerbung für seine anderen Publikationen und Websites...


Meike Winnemuth - Das große Los (Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr)
Das tollste Buch, das ich seit langem gelesen habe! Weniger wegen dem Schreibstil - auch wenn der durchaus gekonnt ist - und viel mehr wegen dem Thema. Allein die Idee! Eine halbe Millionen in einer TV-Show zu gewinnen und dann kurz entschlossen für ein Jahr auf Weltreise zu gehen, jeden Monat in einer anderen Stadt auf der Welt zu verbringen, andere Kulturen und Menschen kennenzulernen und das alles nur mit einem einzigen Koffer und wirklich nur der nötigsten Planung im Vorfeld. Ich leide ja selbst unter chronischem Fernweh und auf meiner Bucket List steht in erster Linie die Welt zu sehen, wofür dieses Reisetagebuch (das übrigens auch Bibis und meinen Blog inspiriert hat) sowohl Linderung als auch Motivation ist. Nicht unbedingt wegen den Reisezielen und Geheimtipps vor Ort, sondern einfach wegen dem authentischen und großartigen Reise-Feeling, das Frau Winnemuth geradezu perfekt zu Papier bringt. Ich will jetzt gleich zum Flughafen!

Naoshi Komi - Nisekoi
Deutlich Bild-lastiger und definitiv schwerer (zumindest, wenn du alle Bände mitnehmen möchtest) ist die Manga-Reihe Nisekoi, die erst gestern offiziell abgeschlossen wurde. Es geht um den jungen Sohn eines Yakuza-Bosses, der eine vorgetäuschte Beziehung mit der Tochter eines Gangster-Bosses eingeht, um die Stadt vor einem Bandenkrieg zu schützen. Über knapp 230 Kapitel erleben wir ein wahres hin und her an Liebesgeschichten mit immer neuen weiblichen Charakteren, die sich selbstverständlich alle in den unschuldigen Hauptcharakter verlieben (das Genre nennt sich nicht umsonst Harem...). Die Geschichte wurde viel zu weit in die Länge gezogen, hat aber sympathische Figuren und ein paar großartig übertriebene Gesichtszeichnungen, die einen zum Lachen bringen.

Dein neues Buch werde ich sicher auch noch lesen, ist versprochen!

Viele Grüße,
Thomas

Wednesday, August 3, 2016

AnimagiC 2016 in Bonn: Cosplay, Anime and nice people // Cosplay, Anime und nette Menschen


Dear Naruto,

I heard you got your dream job - Congratulations! So now you can invite me to some ramen, right?

Last weekend, as every year, the AnimagiC in Bonn took place with about 15,000 expected visitors. It's one of the best known and surely nicest anime conventions in Germany (as you should know, since you literally came from this sector). Same as last year I visited together with video journalist Flitzi as a cameraman to produce a 3-part-report for the video plattform Clipfish. Clipfish belongs to the TV station RTL and funny enough on the opposite site of our company car stood the Shopping Queen Bus (a TV show where several women shop for the best outfit to a certain topic). But back to the convention.

My impression is the same as last year, much doesn't seem to have changed - but I have to admit, that I didn't have any time for the program. Outside there was a big stage and they also offered a lot inside, like cinema screenings for new animes for example. Also inside: Every anime streaming provider with its own booth, same as manga and anime publishers, merchandise and cosplay accessoire retailers. Nearly half of the visitors were again cosplayers, but an above average number of really great costumes. For example we met those two Swiss, of which one build an armor from the videogame Mass Effect himself and another one had a tailored Deadpool suit. He also was perfect in the role of Deadpool.

The inner area of the AnimagiC is relatively small, narrow and during as nice weather as this weekend especially this: Stuffy. I felt really sorry for the retailers there, but also for myself carring all the video equipment. AnimagiC is mostly living off the outter area and that rightly so. A big square and several large meadows and blankets brought by the visitors to lay and sit down there and relax. Or to play Pokémon Go. Some retailers were so clever to place their booth right on top of a pokéstop and kept using Lure Modules - which not only attracted Pokémon but primarily customers.

Unfortunately, there are not many more impressions I could make on this fast elapsed Saturday, other than recognizing the anime community as a very friendly one. Where on gamescom for example all hell is let loose, there is pushing, shoving and insulting, here everything works civilized and nice. You can talk to anybody, even if some of them are pretty shy and others on the other hand are maybe a bit to enthusiastic. But for that you gladly forgive them.

Keep up the good work,
Thomas



Lieber Naruto,

ich habe gehört, du hast endlich deinen Traumjob bekommen - Glückwunsch! Dann kannst du mich ja jetzt sicher mal auf eine Nudelsuppe einladen.

Vergangenes Wochenende war ja wie jedes Jahr die AnimagiC in Bonn mit 15.000 erwarteten Besuchern. Dabei handelt es sich um eine der bekanntesten und sicherlich schönsten Anime-Messen (wie du wissen solltest, da du buchstäblich aus der Branche kommst) Deutschlands. Wie schon letztes Jahr war ich auch dieses Mal wieder zusammen mit der Videojournalistin Flitzi als Kameramann unterwegs, um einen 3-teiligen Bericht für die Videoplattform Clipfish zu drehen. Clipfish gehört ja zum Fernsehsender RTL und lustigerweise stand genau gegenüber von unserem Firmenwagen der Shopping Queen-Bus. Aber zurück zur Messe.

Mein Eindruck deckt sich mit dem vom vergangenen Jahr, viel scheint sich nicht geändert zu haben - ich muss allerdings auch zugeben, dass ich keine Zeit für das Programm hatte. Draußen steht beispielsweise eine große Bühne und auch drin wird jede Menge angeboten, unter anderem Kinovorführungen von neuen Animes. Außerdem drin: Alle Anime-Streaming-Dienste mit eigenem Stand, ebenso Manga- und Anime-Publisher, Merchandise- und Cosplay-Zubehör-Verkäufer. Die gute Hälfte der Besucher waren nämlich mal wieder Cosplayer, allerdings überdurchschnittlich viele mit richtig geilen Kostümen. Es gab da zum Beispiel die beiden Schweizer, von denen sich einer eine Rüstung aus dem Videospiel Mass Effect selbst gebaut hat und ein anderer einen maßgeschneiderten Deadpool-Anzug anhatte. Und die Rolle des Deadpools hatte er auch hervorragend drauf.

Der Innenbereich der AnimagiC ist verhältnismäßig klein, eng und bei schönem Wetter wie an diesem Wochende vor allem eins: Stickig. Die Händler vor Ort taten mir tatsächlich leid, aber ich litt selber auch ziemlich unter der Last der Videoausrüstung, die ich schleppen musste. Am meisten lebt die AnimagiC wohl tatsächlich vom Außenbereich und das zurecht. Ein großer Platz, mehrere riesige Wiesen und zahlreiche Decken, von den Besuchern gezielt mitgebracht, um sich dort hinzulegen und zu entspannen. Oder um Pokémon Go zu spielen. Einige Händler waren nämlich durchaus so clever das neue Kultspiel zu ihrem Vorteil zu nutzen und ihren Stand auf einem PokéStop zu positionieren, den sie durchgängig mit Lockmodulen befeuerten - was nicht nur Pokémon, sondern vor allem auch Kunden anlockte.

Viel mehr Eindrücke konnte ich an dem schnell verstrichenen Samstag leider auch gar nicht sammeln, außer dass die Anime-Gemeinde ein wirklich freundliches Volk ist - wo auf der gamescom z.B. Mord und Totschlag herrscht, gedrängelt und beleidigt wird, geht hier alles gesittet und nett zu. Man kann sich mit jedem unterhalten, auch wenn manche etwas schüchtern sind und andere wiederum etwas zu aufgedreht. Aber das verzeiht man ihnen gerne.

Viel Erfolg dir weiterhin,
Thomas